ArchiveMay 2005

SUPRA

S

heute wieder gemerkt, warum ich hochschulpolitik (gemeint ist hier politik innerhalb der uni, nicht über die uni) immer als so völlig unterträglich empfinde, obwohl ja sonst nicht gerade politikverdrossen, aber uni&politics don’t mix (wie überhaupt vieles, z.B. [religion, öl und baseball]).

SUPRA ist die Postgraduate-Repräsentantenorganisation der Uni Sydney, und hat ein jährliches Budget von 160$ x 16.000 Studenten = ca. 2,5 millionen $, also etwa 1,5 millionen euro. nicht ganz wenig, um postgrads zu helfen, ihre interessen zu vertreten. wäre da nicht ein kleiner haken.

gegen den alten council (präsidentengehalt: $35K steuerfrei / jahr) wurde gerade wegen korruptionsverdacht ermittelt, das verfahren läuft noch. trotzdem hat ein neu geformter council (der sich merkwürdiger weise größtenteils mit dem alten deckt, nur in vertauschten positionen), klammheimlich selbst neu gewählt. die wahlen waren natürlich öffentlich, und ähnlich gut publiziert wie die pläne der vogonen, die erde zu sprengen, um platz für die neue interstellare umgehungsstrasse zu schaffen.

(es war zwar nicht auf der website ($12K/jahr) veröffentlicht, und auch per email ist es nicht publiziert worden. aber es wurde auf dem schwarzen brett angeschlagen. naja, so gut wie: genaugenommen wurde es aussen auf der scheibe des schwarzen brettes angeschlagen, wo es folgerichtig von der putzkolonne innerhalb von 24h wegen illegalen plakatierens entfernt wurde.)

auf einem nahezu geheimgehaltenen jährlichen treffen, das dazu dient, die wahl zu bestätigen dann glücklicherweise die opposition versammelt, dank einer menge guerilla-mails. die neue präsidentin (ex-vizepräsidentin), die rein zufällig auch gleichzeitig die versammlung leitete, war dann auch erwartungsgemäß aufgeschlossen. sie schrie, sie beleidigte personen, wo sie nur konnte, ignorierte jede abstimmung, ausser einer, bei der sie die zwei positiven stimmen als absolute mehrheit durchwinkte.

immer diese verfluchte korruption, dann der aufschrei dagegen, was ja immer noch besser ist, als wenn er nicht käme, aber herrje, wie nervig das alles.

[das geht doch nicht, da muss man sich doch beschweren können!]

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neuerdings immer wieder dieses merkwürdige gefühl, wenn irgendwas nicht stimmt: man muss sich doch irgendwo beschweren können, so geht das doch nicht. und gleich darauf: warum muss man sich denn immer irgendwo beschweren können, und was für eine dämlich forderung ist das überhaupt?

good old days (& journalism movies on VHS)

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Thank you for visiting this page. My hobby is collecting old journalism movies on VHS videotape. I don’t mind anyone lifting material from this page, with credit, or better yet, creating a link to it from their page. All I ask for is credit.

sowas schon seit jahren nicht mehr gelesen. war fast gerührt: [Journalism Movies]

And all the credit to Paul E. Schindler, Jr. You deserve it, Paul!

kontaktangst

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wie kommt es, dass es mir besonders schwer fällt, den kontakt zu den leuten zu halten, die am wichtigsten sind, und eh dauernd online? warum lasse ich die emails gerade von diesen leuten, guten freunden, besonders lange liegen, viel länger, als ich je eine andere mail liegen lassen würde? nur weil ich weiß, dass die antwort nach zwei minuten käme, wenn überhaupt, und ich dann zurückschriebe, woher diese diffuse angst, so eine email-lawine loszutreten, zu interessant, um einfach mittendrin aufzuhören, und dadurch soviel zeit zu investieren, daß ich mein soziales leben vor ort aufs spiel setzte? und gleichzeitig das wissen-wollen, was ist los in ihrem leben, uni-abschluß hier, neues land da, die kleine kommt in 10 wochen, madrid, rom, new york, und was ist denn nu mit deiner freundin. und woher könnten sie wissen, dass das der grund ist, und nicht einfach faulheit oder ignoranz? (keine namen, ihr wißt, wer ihr seid.)